Bürgerinformation Langbürgnersee (letzte Änderung am 12.1.2013)

Pressefreie Informationen zu Fracking und unkonventionellen wie konventionellen Ergasvorkommen und Erdgasbohren (Urheberrechte der Veröffentlichungen der verlinkten Web-Seiten müssen geachtet werden. Keine Verantwortung für Inhalte von verlinkten Web-Seiten!)

RAG Austria gibt am 11.1.2013 bekannt, dass sie die Pläne für eine Erdgasbohrung in Mauerkirchen (Bad Endorf) aufgegeben hat. "Auf Basis der in der Vorbereitung der Einreichungsunterlagen gewonnenen Erkenntnisse, die eine aufwändigere Umsetzung erwarten lassen, erfolgte eine zeitliche und wirtschaftliche Neubewertung des Vorhabens, die zu dieser Entscheidung geführt hat.", heißt es in der Erklärung der RAG Austria.

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Bundestag lehnt am 13.12.2012 den Antrag der SPD für Trinkwasserschutz durch Verbot giftiger Fracking-Methoden ab. Bundesrat beschließt am 14.12.2012: "Fracking nur mit UVP"

Der Beschluss des Bundesrates vom 14.12.2012, dass Fracking nur mit Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigt werden soll, "... ist insofern nur eine Positionierung - der sich die schwarz-gelbe Bundesregierung anschließen kann aber nicht muss. Entscheidend ist das Handeln der Bundesregierung und hier gibt es noch keinen Beschluss und offenbar keine Neigung.", schreibt Angelika Graf, MdB in einer Mail zu diesem Thema. Die SPD hatte im Bundestag einen Antrag für Trinkwasserschutz durch Verbot giftiger Fracking-Methoden gestellt. (siehe www.bundestag.de/presse/hib/2012_12/2012_591/05.html) Dieser Antrag wurde am 13.12.2012 vom Deutschen Bundestag abgelehnt.

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Weihnachten 2012, 25.12.2012

 Es gibt so zeitliche Zufälle, wie z.B. am 14. Dezember 2012 um kurz nach 12:00 Uhr (mittag) haben wir zu dritt den Bittgang, den wir am 14.11.2012 bei Maria im Moos in Halfing angefangen habe, in Maria Stern in Neukirch beendet. Am 14. Dezember 2012 hat der Bundesrat abgestimmt, dass Fracking in der BRD nur noch mit Umweltverträglichkeitsprüfung erlaubt ist. Wir sind bei Maria im Thal in Antwort losgegangen. Das ist ein uralter Wallfahrtsweg, der sogar im August 2012, kurz vor Maria Himmelfahrt, im OVB vorgestellt wurde. Noch im 2. Weltkrieg sind die Frauen gegangen, wenn sie keine Post mehr vom Feld bekommen haben. Die  Marienkirche in Weihenlinden wurde gebaut, weil die Leute von Weihenlinden es versprochen haben, falls sie im 30-Jährigen Krieg verschont bleiben. Und da war dann so ein zeitlicher Zufall: Wie die Schweden vorbeizogen, war so ein dicker Nebel, dass sie das Dorf nicht sahen. Beyharting z.B. einige Kilometer weiter, wurde dreimal verwüstet. Und dann noch so ein zeitlicher Zufall: Südlich vom Inn blieb zum Schluss vom 30-jährigen Krieg verschont, weil der Inn Hochwasser hatte. Südlich vom Inn, im Gebiet vom Herrenchiemseer Chorherrenstift, wurden für Maria die Goldenen Samstage gehalten. Von weit sind die Menschen dorthin gepilgert. In den vielen Wallfahrtskirchen in Oberbayern zeugen die vielen Votivtafeln von vielen Menschen, die geglaubt haben, dass ihnen Maria geholfen hat, weil sie zu ihr gebetet haben. Tafeln, die diese zeitlichen Zufälle festgehalten haben. 

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Monitor über Fracking - Gefahr für das Grundwasser - Bergrecht - Öffentlichkeitsbeteiligung... sehr empfehlenswert zur Information!

http://www.youtube.com/watch?v=eO_5j37F_q4

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Die Erdgasbohrung ist geplant unter dem FFH-Naturschutzgebiet Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte. Infos zum Naturschutzgebiet siehe:

http://www.eiszeitseen.de/biotopverbund/naturschutz/nsg_ehs.html

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Info vom 31.10.2012 -  In Kürze wird das Genemigungsverfahren beim Bergamt Südbayern eingeleitet. -

Für den Bohrplatz für die Erdgasbohrung unter dem Langbürgnersee wird auf dem Gebiet der Gemeinde Bad Endorf in Kürze um Genehmigung angefragt. Es scheint, dass der Platz in Mauerkirchen, südlich der Bahn am Wald sein soll. Der Sondermüll der beim Fracken dann anfällt, wird dann in die frühere Bohrstelle nördlich der Bahn versenkt werden. An diesem Hang läuft das Oberflächenwasser in die Antworter Ache, in den Simssee, in den Inn, in die Donau.

Eventuell ist der Bohrplatz auch in Teisenham, denn auch dort gibt es eine frühere Bohrstelle und auf eine solche wird in der PI verwiesen.

Die RAG hat in der Presseinformation vom 31.10.2012 mitgeteilt, dass nach Aufnahme des Verfahrens als Informationsplattform die Website des Bergamtes (Bergamt Südbayern unter Regierung von Oberbayern) sowie eigens für das Bohrprojekt eingerichtete Infowebsite zur Verfügung stehen werden.

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Exxon-bohrstelle in Lünne:

http://www.youtube.com/watch?v=mI51H9kSJBQ 

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 Langbürgnersee mit der Insel von der Hemhofer Seite

Warum wollen wir Erdgasbohren unter dem Langbürgnersee verhindern?

 Im Herbst 2011 haben die Anwohner von Zell am Langbürgnersee erfahren, dass neben dem FFH-Naturschutzgebiet Eggstatt-Hemhofer-Seenplatte ein Bohrturm für Erdgasbohrung genehmigt werden soll. Zwischen dem Naturschutzgebiet und der Bohrplattform wären noch 10 m Abstand. Die Bohrung soll außerhalb der Naturschutzgebietes nach unten gehen, dann einen Knick machen und horizontal unter den Langbürgnersee gehen, und unter der Insel vom See nochmal mit einem Knick nach unten. Die Menge an Erdgas unter dem Langbürgnersee kann nur geschätzt werden und beträgt vielleicht so viel, wie die BRD an einem Tag verbraucht.

Die Firma (Rohölaufsuchung Gesellschaft) RAG Austria, mit Sitz in Wien, hat die Lizenz für die Bohrung erworben und bei der Regierung von Oberbayern, beim Bergamt Südbayern, um eine Genehmigung eingegeben. Die Gesetzesgrundlage für eine Genehmigung ist das Bundesberggesetz (http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bbergg/gesamt.pdf). In der BRD sind weder Umweltverträglichkeitsprüfungen notwendig, noch hat die betroffene Gemeinde die Möglichkeit einen Einspruch einzulegen. Nur wenige Behörden, z.B. das Wasserwirtschaftsamt vom Landkreis und die betroffene Gemeinde werden vor der Genehmigung informativ angeschrieben und haben 14 Tage Zeit für eine Stellungnahme. Das Bergamt hat wenige Punkte, nur wegen dieser Gründe in einer Stellungnahme (Behoerden-Stellungnahme ), z.B.  (Zuverlässigkeit der RAG), dürfte sie die Genehmigung verweigern. 

Die Bürgerinitiative Breitbrunn hat in Verhandlungen mit der RAG erreicht, dass die RAG Austria zugesagt hat, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht wird, welche jedoch nach Gesetz nicht nötig wäre. Bei zwei Informationsveranstaltungen in Breitbrunn/Eggstätt hat sich durch die große Beteiligung der Bürger gezeigt, dass die Bürger der Gemeinden Breitbrunn und Eggstätt  gegen eine solche Bohrung sind. Die Bürgerinitiative Breitbrunn hat Unterschriften für eine Petition beim Bayerischen Landtag gegen diese Bohrung gesammelt. (Petition3) Daraufhin hat die RAG Austria den Antrag auf Genehmigung ausgesetzt, d.h. es läuft kein Genehmigungsverfahren mehr. Somit konnte der Ausschuss im Bayerische Landtag am 8. März 2012 nicht gegen eine Genehmigung stimmen, da es kein Genehmigungsverfahren mehr gab. Die Petition wurde jedoch gewürdigt. D.h., dass die Gründe gegen die Erdgasbohrung ernst genommen werden und jedem, der in einem Genehmigungsverfahren beteiligt wird, auch vorgelegt werden. (Petition1)(Petition2)Dadurch, dass die RAG Austria die Genehmigung ausgesetzt hat, wurde auch keine Umweltverträglichkeitsprüfung gestartet.

Momentan spricht die RAG Austria immer davon, dass sie einen Alternativstandort um den See sucht, aber eventuell auch am Standort in Zell am Langbügnersee eine Genehmigung beantragt.

Gasbohrung kann folgende Schäden anrichten:

-          Lagerstättenwasser und Bohrschlämme, die bei jeder Bohrung in großen Mengen anfallen sind Sondermüll, weil sie sowohl Strahlen belastet, wie auch durch hohe Konzentration von Mineralstoffen belastet sind. Dieser Sondermüll muss vom Bohrplatz zu einem Lagerplatz transportiert werden. Durch fehlerhaftes Arbeiten entstehen an einem Naturschutzgebiet noch ganz andere Schäden, als in anderen Gebieten. Dass oberirdisch Fehler einkalkuliert werden muss, wird durch viele Studien belegt. In der BRD gibt es z.B. in Völkersen einen Landstrich, wo auf 20 km alles Benzol verseucht ist. Rohre, mit denen das Lagerstättenwasser transportiert wurde, war für Benzol durchlässig.

-          Das Lagerstättenwasser wird in Versenkbohrstellen in die Tiefe versenkt. Inwieweit diese unterirdischen Sondermülllager später Schäden anrichten, bleibt offen. Zu Problemen bei "Entsorgung von Lagerstättenwasser bei der Förderung vom Erdgas und Erdöl" gibt die Anfrage an Landtag Niedersachsen Informationen. Die Anfrage kam von den Grünen.

-          Poröser Sandstein, dem das Erdgas entnommen wurde,  kann Jahre später in sich zusammensacken. Am Rande der Lüneburger Heide hat man diesen Zusammenhang zwischen porösem Sandstein und Erdbeben mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Infos dazu in der Sendung TerraX vom ZDF. www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1710862/Riskante-Gasfoerderung-in-Deutschland#/

Also, eine Erdgasentnahme aus porösem Sandstein kann Erdbeben auslösen. Unter dem Langbürgnersee ist poröser Sandstein. (Der Tuffstein vom Ratzingerberg zieht sich weiter bis unter den Langbürgner See) (Sandstein steht auch bei den Geologen von der Simseeklinik)

-          Mit dem Bohrturm entsteht ein kleines lautes helles Industriegebiet wenige Meter neben dem FFH-Naturschutzgebiet

-          Die Bohrschächte sind ausgekleidet, also dicht gemacht. Durch ein Erdbeben können diese undicht werden und der „Sondermüll“ ins Oberflächenwasser oder ins Grundwasser gelangen. Unsere Region ist Erdbeben aktiv, also nicht tektonisch sicher (Liste der Erdbeben in A). Sowohl die Erdbeben vom Inntal (http://oge.or.at/oge_norm.htm), wie auch die von Berchtesgaden wirken hier. (http://www.erdbeben-in-bayern.de/erdbebenkatalog/lokalbeben) Dazu kommt der Mexico-City-Effekt. In Verlandungszonen und am See verstärken sich Schwingungen um ein Vielfaches, deshalb ist in den 80ern Mixico City so zerstört worden, obwohl das Beben 350 km entfernt war. Der geplante Bohrplatz bei Zell ist auch in einer Verlandungszone, so wie es aussieht.

-          Das Erdbeben am 14. April 2012 in Berchtesgaden oder das vom 20. Mai 2012 in Italien, hätten vielleicht gereicht um das Bohrloch zu reißen. Dann wäre heute vielleicht schon alles zerstört.

-          Es gibt verschiedene Arten von Lagerstätten, konventionelle, eben solche wie die früher ausgebeutet wurden, eine Blase, die mit festem Gestein umschlossen ist, und wenn man sie ansticht, dann tritt das Gas aus. Unkonventionelle Lagerstätten waren früher nicht wirtschaftlich ausbeutbar und können jetzt mit der neuen Technik erschlossen werden. Mit Druck wird unterirdisch das Gestein aufgebrochen und so durchlässig für das Gas. Diese Methode, wie z.B. „Fracking“ ist in Deutschland noch unerprobt. Die RAG hat in Polen drei Fracks gemacht. Bei der Erschließung unkonventioneller Erdgaslager wird sehr viel Chemie und Wasser verbraucht und es entsteht ungleich mehr Sondermüll, der nach der Bohrung entsorgt werden muss. Es wird erst der Bohrplatz genehmigt und in einem späteren zweiten Genehmigungsverfahren das Bohrverfahren. Dr. Marcel Huber fordert „Kein Fracking in Bayern“ am 28. Juni 2012 im Interview mit Christian Deutschländer im Oberbayerischen Volksblatt. In Frankreich, im Weinviertel in Österreich und in Bulgarien wird bis auf weiteres nicht gefrackt!

Bei einer Gasbohrung unter den Langbürgnersee sehen wir folgende Risiken:

-          Gefährdung des Grundwassers: das Wasserschutzgebiet von 5 Gemeinden, also etwa 30.000 Bürgern ist durch eine hydrologische Einheit in der Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte verbunden.

-          Die Artenvielfalt im ältesten Naturschutzgebiet Bayern könnte zerstört werden.

-          Tourismus wird geschädigt

-          Die Heilquelle wird gefährdet

(vom 5.9.2012)

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Im Landtag in Nordrhein Westfalen wird klar: Niedersachsen hat keine Fracking-Umweltdaten

„Die Förderung von in Gestein gebundenem Erdgas in NRW ist absehbare Zeit unwahrscheinlich. Ein von der Landesregierung beauftragtes Gutachten sieht große Umweltrisiken im Fracking als Fördermethode.“ hieß es in Nordrhein Westfalen im Wirtschaftsausschuss des Landtages am Mittwoch, den 5. September 2012. „NRW Experten überrrascht von Antwort aus Hannover – Niedersachsen hat keine Fracking-Umweltdaten“ diese Überschrift hat der Artikel in den Westfälischen Nachrichten  vom 6.9.2012. „Überrascht hat die Aussage, dass das Umweltministerium in Niedersachsen keine Messdaten hat. Dort wird schon lange Gas mit dieser Methode gefördert und angeblich ohne große Umweltprobleme.“ heißt es in dem Bericht von Hilmar Riemenschneider  zum Fracking. Umweltsekretär Udo Paschedag stellte einen Entwurf zu dem von der Landesregierung beauftragten Gutachten im Wirtschaftsausschuss des Landtages von NRW vor.

Dies dürfte vor allem auch den Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtages überraschen. In der Sitzung vom 8.3.2012 wurde vor der Abstimmung über die Petition gegen das Erdgasbohren am Langbürgnersee eine Aussage vom Ministerium in Niedersachsen vorgelesen, dass es in Niedersachsen keine Umweltschäden vom Fracking gäbe. Im Protokoll liest sich das so:

„Zu dem Unfall in Niedersachsen habe sich die Staatsregierung geäußert. Die Aussage, dass beim Fracking nichts passiert sei, stamme aus Niedersachsen.“ (Protokoll Auszug vom 8.3.2012)

Von NRW ist auch interessant zu hören, (im obengenanntem Bericht): „Wirtschaftsminister Garrelt Duin betonte, mit der Vergabe der Claims sei keinerlei Genehmigung für Probebohrungen oder Fracking verbunden. Dafür gilt weiter ein Moratorium des Landes. “

Quelle: http://www.wn.de/NRW/NRW-Experten-ueberrascht-von-Antwort-aus-Hannover-Niedersachsen-hat-keine-Fracking-Umweltdaten

von Andrea Akhigbe vom 6.9.2012 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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"Das ist eine tickende Zeitbombe" meint Dr. Marcel Huber, und fordert ein Fracking-Verbot in Bayern, in einem Interview am 28. Juni 2012 im Oberbayerischen Volksblatt: Auszüge aus diesem Interview

(6.09.2012)

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(28.8.2012) 

Die BR5 aktuell Reportage "Die neue Gier nach Gas" von Henrik Loven/ Susanne Betz vom 26.8.2012

zeigt die Umweltschäden in Norddeutschland durch Gasbohrung und die Risiken der Erdgasbohrung unter dem Langbürgnersee, aber auch Argumente für das Erdgasbohren auf.

 http://www.br.de/radio/b5-aktuell/programmkalender/sendung411426.html  BR5 aktuell Reportage online-Text 

http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/b5aktuell/mp3-download-podcast-b5-reportage.shtml BR5 aktuell Reportage podcast

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- Keine Förderung unkonventionellen Erdgases in sensiblen Gebieten (20.8.2012)

"Prinzipiell sollte wegen der möglichen Gefahren für die Natur und aufgrund ihrer besonderen Sensibilität von einer Förderung unkonventionellen Erdgases auf Flächen mit hohem Naturschutzwert und naturschutzfachlicher Bedeutung abgesehen werden. Hierzu gehören z.B. Biotope, Natura2000-Gebiete, Natuschutzgebiete, ..."

Quelle: Stellungnahme UmweltBundesAmt -Stand Dezember 2011 Einschätzung der Schiefergasförderung in Deutschland. Sehen Sie den gesamten Text hier.

Umweltbundesamt Fracking

Der Langbürgnersee ist Teil des Naturschutzgebietes Eggstätt-Hemhofer-Seeplatte und ein Teil eines Natura2000-Gebietes.

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- Luenner Resolution

Beim Bundestreffen der Bürgerinitiaven am 23. Juni 2012 in Lünne wurde folgende Resolution verfasst:

Luenner_Resolution.pdf

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Informationen zu Hydraulic Fracturing

„Der Wasserbedarf pro Frac liegt bei – 6.300 t Wasser - 60t Additive – 5 t Giftstoffe“ Quelle: Prof. Dr. Mohr, Dipl.-Bergingenieur Ing. Geologie, Bergrecht, Bergverordnung, Schreiben vom 25.06.2012. Es sind zahlreiche Fracs nötig.

„In der Stellungsnahme der UBA vom 12.2011, s. 12 werden die Stoffeigenschaften der eingesetzten Stoffe beschrieben: 38 der eingesetzten Additive sind toxisch für Menschen, 8 karzinogen, 7 mutagen, 5 haben Effekte auf die Reproduktivität. Die nichtionischen Tenside der Octylphenol Ethoxylate z.B. sind toxisch und bioakkumulierend und die Abbauprodukte hormonell wirkend.“  Quelle: IG Fracking freies Bad Rothenfelde,  www.gegen-gasbohren.de/initiativen 04.07.2012

 Der Wassereinschuss mit hohem Druck (Fracking) erzeugt eine erdbebengleiche Eruption und bricht tief in der Erde die Gesteinsschichten auf. Das eingeschlossene Erdgas wird somit zugänglich und mit dem Rückfluss des Frackwassers durch die Bohrlöcher an der Oberfläche aufgefangen. Das Frackwasser muss als Sondermüll deklariert werden. Ein Teil verbleibt in der Erde und ein Teil wird in einem Versenkbohrloch entsorgt.

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Riskante Gasförderung in Deutschland (20.8.2012)

Nach Untersuchungen von Prof. Torsten Darm ist es sehr wahrscheinlich, dass unkonventionelle Gasförderung Erdbeben auslöst. Der Filmbeitrag zeigt Auswirkungen von Erdgasbohrungen in Norddeutschland.

Ein Beitrag vom ZDF

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 Umweltschäden vom Erdgasbohren in der BRD

 RWE Dea hat im Trinkwasserschutzgebiet nahe Völkersen seine mit Benzol und Schwermetallen kontaminierten Abfälle aus der Gasförderung in einer Versenkbohrung entsorgt. Das Unternehmen hat über Jahre ungeeignete Rohre verwendet, um das bei der Gasförderung anfallende Lagerstättenwasser von den Bohrplätzen zur Versenkbohrung bei Völkersen zu transportieren.  Über mehrere Kilometer sind Böden und Grundwasser nun vergiftet. Die erlaubten Grenzwerte von Benzol wurden um das 39.000 fache überschritten. (http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/umweltskandal-durch-ergasfoederung100.html#c tb print

 Nach dem Verbot der Nutzung der Rohrleitung und heftiger Kritik an der Entsorgung in einem Trinkwasserschutzgebiet, wich die RWE Dea auf eine weitere Versenkbohrstelle nahe Wittdorf aus.  Mitte Mai 2012 wurde nach einem Feuer in Wittdorf wieder die Versenkbohrstelle im Trinkwasserschutzgebiet Völkersen in Betrieb genommen.  Quelle: http://www.nofracking.de/medien/Artikel82.htm

 „Bei der Auflistung der „Vor- und Unfälle“ fehlt noch der Quecksilberaustritt auf der Anlage in Grapenmühlen (Wittdorf Z1) wenige Tage vor dem Brand. http://kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-rotenburg/visselhoevede/quecksilber-boden-dea-verpressungsanlage-2293607.html

 Täglich werden 230 Kubikmeter verpresst, 181 sind genehmigt. Quelle: Kreiszeitung 17. Mai http//www.facebook.com/Nofracking/posts/422749681076368

 Unfall am 1. Juni 2012:

 „Nach Feststellung der Undichtigkeit an einem Stahlrohrabschnitt auf dem Betriebsplatz hat RWE Dea die Durchleitung umgehend eingestellt. Eine erste Untersuchung hat ergeben, dass Korrossion an Schweißnähten ...Quelle. www.rwe.de

 Unfall im Landkreis Celle:

 „An einer Stahlleitung der RWE Dea AG wurde am 7.6.2012 eine Leckage entdeckt. Die Leitung befindet sich im Landkreis Celle auf dem Betriebsplatz der Bohrung Becklingen Z1 der RWE Dea AG...“ Quelle: LBEG.niedersachsen.de

 Benzol im Trinkwasser ist krebserregend

„Benzol zählt zu den erwiesenermaßen für den Menschen Krebs erzeugenden Stoffen; epidemiologische Studien erbrachten eindeutige Zusammenhänge zwischen beruflicher Benzolexposition und dem Auftreten von Leukämien und Lymphomen. Im Tierversuch führt Benzol auch zur Entstehung von Tumoren in anderen Geweben und Organen. Der Krebs erzeugenden Wirkung gehört das Hauptaugenmerk bei der Bewertung der Exposition des Menschen durch Umweltbelastungen mit Benzol.“ .. „Im Tierversuch erweist sich Benzol bei oraler Aufnahme als kanzerogen, „ aus: http://www.noxen.de/publik/1/wirk.html

 Krebsrate in Allerdorf/Niedersachsen

 In Allerdorf in Niedersachsen war im Januar 2012 in jedem dritten Haus (9 von 27) ein Bürger an Krebs erkrankt und in einem Haus zwei Menschen. Die Benzolwerte im Grundwasser waren tausendfach überhöht. Lagerstättenwasser wurde neben dem Dorf durch PE-Rohre von der Bohrstelle zur Versenkbohrstelle geleitet. PE-Rohre sind für Benzol durchlässig. Das ist seit zig Jahren veröffentlicht. Undurchlässige Verbundrohre sind teurer. Die Firma RWE sieht keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen den Krebserkrankungen und den erhöhten Benzolwerten in Boden und Wasser. Quelle: BR Report vom 31.1.2012) http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/umweltskandal-durch-erdgasfoerderung100.html#c_tb_print

Erdbeben kann unterirdische Einbauten aufreißen

Am 18. Mai 2012 wurde bekannt, dass das Trinkwasser in Köstendorf (A) bakteriell verseucht war. "Durch eine geologische Verschiebung dürfte sich ein Ring des Quellfassungs-Schachtes verschoben haben, schildert Hannes Leyerer von der Bezirkshauptmannschaft:" in http://salzburg.orf.at/news/stories/2534571/ Am 13.5.2012 ereignete sich in Bad Ischl am Wolfgangsee in Österreich, das ist 62 entfernt von Köstendorf, ein Erdbeben.www.zamg.at

Erdbeben am Langbürgnersee

Das Inntal gilt als tektonisch aktiv. Der Inn ist etwa 20 km vom Langbürgnersee entfernt. In Innsbruck gibt ist nach den Aufzeichnungen in Österreich viele Beben. http://oge.or.at/oge_norm.htm

Nächste Erdbebenstation ist in Berchtesgaden, 59 Straßenkilometer entfernt von Eggstätt.

 Auch in Berchtesgaden bebt die Erde. Folgende Meldung von den Österreichern www.zamg.at als Beispiel:

 “Im April 2012 wurde in Österreich nur ein Erdbeben verspürt, zu dem 66 Wahrnehmungsberichte per online-Wahrnehmungsformular (www.zamg.ac.at/erdbeben/bebenbericht) beim Österreichischen Erdbebendienst eingetroffen sind. Das Erdbeben ereignete sich am 24. April um 20:46 Uhr MESZ in Bad Reichenhall in Bayern (47,73 °N, 12,87 °E). Die Magnitude betrug 3,0 nach Richter. Es wurde sowohl in Bayern als auch in der grenznahen Stadt Großgmain im Bundesland Salzburg teils heftig verspürt. Die Intensität der Erschütterungen wurde mit maximal 5 Grad auf der zwölfstufigen Europäischen Makroseismischen Skala (EMS-98, siehe unten) bewertet. Die zum Teil verängstigte Bevölkerung berichtete von umgefallenen Gegenständen, stark schwingenden Lampenschirmen und Rütteln von Möbeln. Vereinzelt wurden im Bereich des Epizentrums feine Haarrisse im Verputz beobachtet. Die Erschütterungen wurden bis nach St. Johann in Tirol und bis in den Norden des Bundeslandes Salzburg verspürt. Die Auswirkungen des Erdbebens sind aufgrund der geringen Herdtiefe von etwa zwei Kilometern in Relation zur Magnitude heftig ausgefallen.“

 Unkonventionelles Erdgasvorkommen unter dem Langbürgnersee

 Der Verdacht erhärtet sich, dass unter dem Langbürgnersee nur ein unkonventionelles Erdgasvorkommen sein kann. Nur mit Verfahren, wie Hydraulic Fracturing, können solche Vorkommen erschlossen werden. „DMT als führender Experte für seismologische Untersuchungen hat keine konventionellen Erdgasvorkommen gefunden. Einzelne Gasblasen sind nicht wirtschaftlich ausbeutbar.“ schreibt Prof. Dr. Erhard Mohr, Ing. Geologie, Bergrecht, Bergverordnung, vom Aktionsbündnis No Fracking, in einer Mail vom 25.06.2012. Dass das Bergamt auf die Ergebnisse dieser Experten angewiesen sei, schreibt er weiter, denn: „Das Bergamt in Bayern hat nicht die technischen Möglichkeiten eigene seismologische Untersuchungen durchzuführen!“ Dies deckt sich mit den Angaben von Prof. Dr. Siebeck im Endorfer 01/02 2012: „Im vorgesehenen Gebiet ist aber anscheinend eine „unkonventionelle Gasförderung“ nötig, weil das Gas in kleineren Blasen verteilt ist, die voneinander getrennt, von festem Gestein umschlossen sind.“

Nachnutzung

Für Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland kommt aufgrund ihrer ausreichend geringen Durchlässigkeit lediglich Seinzalzformationen und Tongesteinsformationen in Betracht. Geeignete Vorkommen wurden 2007 vom BGR in Süddeutschland nicht genannt. Die Tongesteinsvorkommen seien jedoch schwer prognostizierbar.

Im Endlagerbereich dürfen die zu erwartenden seismischen Aktivitäten nicht größer sein als in Erdbebenzone 1 nach DIN 4149.

(BGR ist: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.)

Änderung am 20.07.2012

In Breitbrunn sind dichtende Tonlagen um die natürlichen Porenspeicher in 2 km Tiefe. Dies wird auch in einem Bericht des BR von Dagmar Bohrer-Glas vom 8.2.2012 bestätigt. In diesem Bericht wird die Nachnutzung eines ausgebeuteten Erdgasvorkommens als Speicher für verpresstes Erdgas erklärt. In Breitbrunn am Chiemsee wird ein solcher Speicher für 2,7 Milliarden cbm genutzt.

http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/mittags-in-oberbayern/erdgasfoerderung-am-chiemsee100.html

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Hotimir Der Name Kheitmar wandelte sich im Slawischen zu Hotimir. Im Bayerischen wurde der Name Kheitmar zu Chiemo. Kheitmar wurde im 8. Jahrhundert auf der Herreninsel getauft, und mit ihm sein Cousin, der Fürstensohn Gorazd. ... Impressum: Andrea Akhigbe 83093 Bad Endorf Postfach 0209

 Kontakt: andrea@hotimir.de